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… der Mensch steht
aufrecht weder durch seinen Reichtum, noch durch
seine Weisheit, noch durch seine Kraft. Was also
hält ihn aufrecht? Sein Gebet. (Midrash
Tehillim,
142,1)
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Seit seiner Gründung wird Praglia von einer
Mönchsgemeinschaft bewohnt, die hier im Gefolge Christi
unter der Führung des Evangeliums und nach der Regel des
Hl. Benedikt von Nursia (490-560) leben.
Jeden Tag widmen sich die Mönche
mit der Hilfe Gottes dem
Opus Dei, der
Lectio Divina
und der
Arbeit.
Mit dem
Opus Dei
– der gemeinschaftlichen Feier der Stunden-Liturgie und
der Eucharistie – würdigen die Mönche die absolute
Vorrangstellung Gottes und die ewige Aktualität seines
Heilswerks. In der
Lectio divina
treten sie in einen persönlichen und fruchtbaren
Kontakt mit dem Wort Gottes, das sie über das Anhören,
das Meditieren und das Beten zu ihrem eigenen machen.
Mit ihrer
Arbeit
(Hand-, Handwerks-, Verlags- oder Denkarbeit) tragen die
Mönche täglich
zur
Unterstüzung der Gemeinschaft, zur Wartung des
Klosters und zur Armenpflege bei.
All dies geschieht im Kontext eines ständigen und
brüderlichen Lebensmitfühlens, in der gegenseitigen
Mithilfe, im Gehorsam gegenüber
der Regel des
Hl. Benedikt
und dem Abt, der im Kloster Stellvertreter Christi ist.
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Das
Anhören
der Worte Jesu Christi ist die Wurzel und
die Grundlage des christlichen Lebens. Indem wir
in
seinen Worten verweilen, schlagen wie einen zum
Gottvater führenden Weg ein,
wir
entdecken die
uns freimachende Wahrheit, und
wir
öffnen uns
dem
frohen Leben.
Das
Wort Christi anhören bedeutet, dem Gekreuzigten
auf
seinem österlichen Wege zu folgen, auf dem
das dem Evangelium
Gehorchen
zunehmend zum
einzigen Maße für unser Denken und Handeln wird.
Dieses Leben unter der Führung des
Evangeliums stellt auch den Kern des Erlebnisses
des Hl. Benedikt (Norcia, um 490 – Montecassino,
um 560) und seines fruchtbaren geistigen Erbes
dar.
Die
Regel des Hl. Benedikt gibt einen Glaubensweg
vor, auf dem sich der Gehorsam der Mönche bei
der Anhörung des göttlichen Wortes (Lectio
Divina), bei der Zelebration der Liturgie (Opus Dei), bei der täglichen Arbeit (Opus Manuum) und beim gegenseitigen Dienst mit Weisheit ausdrückt:
daraus
entsteht eine brüderliche Gemeinschaft,
die als Ursprung und als Vollendung die Liebe
Gottes hat.
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Herr, zu wem sollen wir gehen?
Du hast Worte des ewigen Lebens. (Jon 6, 68)
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