Zum Kloster von Praglia gehören vier Kreuzgänge:
Der im ersten Stock des Klosters liegende Dachkreuzgang
ruht, was seinen mittleren Bereich anbetrifft, auf vier
Säulen und
Spitzbogengewölben, welche direkt auf dem Felsen errichtet
wurden. Durch die Neigung der Ebene des Kreuzgangs konnte
das Regenwasser über vier Regenrohre in die Brunnen und
Zisternen des Klosters geleitet werden.
Der Kreuzgang wurde wahrscheinlich von der Familie Lombardo
im Renaissancestil am gleichen Ort eines vorigen romanischen
Kreuzgangs und an der Südfassade einer ursprünglichen
mittelalterlichen Kirche angelegt, der „Paradieskreuzgang“
genannt wurde.
Die Säulen sowie ihre Sockel und Kapitelle im korinthischen
Stil bestehen aus fein behauenem Istrien-Stein.
Dieser in der Mitte der verschiedenen Gebäude des Klosters
gelegene Kreuzgang verbindet durch den Rundgang die Räume
des Klosterlebens miteinander.

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Der
Doppelkreuzgang (1469)
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Nach links der Belvedere-Loggia sehen wir das den Mönchen
vorbehaltene Klausurgebäude mit den Mönchszellen, die um den
Doppel Kreuzgang herum angelegt sind, der wegen seiner
doppelten Arkadenordnung so genannt wird.

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Der
botanische Kreuzgang (1480) |
Der Name dieses Kreuzgang spielt auf die Aufzucht der sog.
„einfachen“ Pflanzen, d.h. medizinischer Kräuter an, aus
denen in der alten Klosterapotheke Medikamente erhalten
wurden. Dem heutigen Besucher erscheint der Kreuzgang als
ein typischer Garden „all’italiana“.
Die vier Seiten des Kreuzgangs mit ihrer abwechselnd aus
rotem Verona-Marmor und aus weiβem Istrien-Marmor
Säulenfolge mit Kapitellen, die durch Akanthusblätter
verzierten sind, werden durch Fenster und
Biforen im
spätgotischen Stil mit Dreipaβspitzbogen unterbrochen. Über
dem Kreuzgang thront ein eleganter Fries aus Terrakotta.
In die Wände des Kreuzgangs sind einige Portale im
Renaissancestil eingefügt.
Auf der Nordseite des Kreuzgangs, neben der als „Porta della
carità“ (Pforte der Barmherzigkeit) genannte Pforte, liegt
ein der Gottesmutter gewidmetes Oratorium mit einem aus
Alabastergips angelegten
Antependium aus
dem 17. Jahrhundert.
Auf der Südseite des Kreuzgangs ist (seit 1951) eine
Werkstatt zur Restaurierung alten Bücher untergebracht.

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Der
rustikale Kreuzgang (um 1550 – 1600)
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Im sogenannten rustikalen Kreuzgang, der einstmals
vorwiegend landwirtschaftlichen Aktivitäten vorbehalten war,
befinden sich heute die Einrichtungen, die der Unterbringung
der Gäste dienen:
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die Gästehaus,
die jenen zur Verfügung steht, die Besinnungstage in der
Stille und im Gebet Verbringen wollen;
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das Kultur- und Kongreβzentrum;
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der Besuchersaal, Ausgangspunkt der
Klosterführung.
In der Mitte der Kreuzgang befindet sich ein aus Trachyt
angelegter Brunnen aus dem 18. Jahrhundert.

Von der
ostseite des Dachkreuzgangs aus kommt man in die
Belvedere-Loggia (XVII. Jahrhundert), die "Loggia del
Fogazzaro" gennant wird. Von hier aus hat man einen
herrlichen Blick auf die liebliche Landschaft der
Euganischen Hügel
und auf das um das Kloster liegende Land mit Weinstöcken,
einem Gemüsegarten,
einem Obstgarten, dem Bienenhaus und den Klostergarten.
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