Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. (Mt 7, 24)

   KREUZGäNGE

Die Werkstatt aber, in der wir das alles sorgfältig verwirklichen sollen, ist der Bereich des Klosters und die Beständigkeit in der Gemeinschaft. (BR 4,78)

Zum Kloster von Praglia gehören vier Kreuzgänge:

 Der Dachkreuzgang (1490)

Der im ersten Stock des Klosters liegende Dachkreuzgang ruht, was seinen mittleren Bereich anbetrifft, auf vier Säulen  und Spitzbogengewölben, welche direkt auf dem Felsen errichtet wurden. Durch die Neigung der Ebene des Kreuzgangs konnte das Regenwasser über vier Regenrohre in die Brunnen und Zisternen des Klosters geleitet werden.

Der Kreuzgang wurde wahrscheinlich von der Familie Lombardo im Renaissancestil am gleichen Ort eines vorigen romanischen Kreuzgangs und an der Südfassade einer ursprünglichen mittelalterlichen Kirche angelegt, der „Paradieskreuzgang“ genannt wurde.

Die Säulen sowie ihre Sockel und Kapitelle im korinthischen Stil bestehen aus fein behauenem Istrien-Stein.

Dieser in der Mitte der verschiedenen Gebäude des Klosters gelegene Kreuzgang verbindet durch den Rundgang die Räume des Klosterlebens miteinander.

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 Der Doppelkreuzgang (1469)

Nach links der Belvedere-Loggia sehen wir das den Mönchen vorbehaltene Klausurgebäude mit den Mönchszellen, die um den Doppel Kreuzgang herum angelegt sind, der wegen seiner doppelten Arkadenordnung so genannt wird.



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 Der botanische Kreuzgang (1480)

Der Name dieses Kreuzgang spielt auf die Aufzucht der sog. „einfachen“ Pflanzen, d.h. medizinischer Kräuter an, aus denen in der alten Klosterapotheke Medikamente erhalten wurden. Dem heutigen Besucher erscheint der Kreuzgang als ein typischer Garden „all’italiana“.

Die vier Seiten des Kreuzgangs mit ihrer abwechselnd aus rotem Verona-Marmor und aus weiβem Istrien-Marmor Säulenfolge mit Kapitellen, die durch Akanthusblätter verzierten sind, werden durch Fenster und Biforen im spätgotischen Stil mit Dreipaβspitzbogen unterbrochen. Über dem Kreuzgang thront ein eleganter Fries aus Terrakotta.

In die Wände des Kreuzgangs sind einige Portale im Renaissancestil eingefügt.

Auf der Nordseite des Kreuzgangs, neben der als „Porta della carità“ (Pforte der Barmherzigkeit) genannte Pforte, liegt ein der Gottesmutter gewidmetes Oratorium mit einem aus Alabastergips angelegten Antependium aus dem 17. Jahrhundert.

Auf der Südseite des Kreuzgangs ist (seit 1951) eine Werkstatt zur Restaurierung alten Bücher untergebracht.


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 Der rustikale Kreuzgang (um 1550 – 1600)

Im sogenannten rustikalen Kreuzgang, der einstmals vorwiegend landwirtschaftlichen Aktivitäten vorbehalten war, befinden sich heute die Einrichtungen, die der Unterbringung der Gäste dienen:

- die Gästehaus, die jenen zur Verfügung steht, die Besinnungstage in der Stille und im Gebet Verbringen wollen;

- das Kultur- und Kongreβzentrum;

- der Besuchersaal, Ausgangspunkt der Klosterführung.

In der Mitte der Kreuzgang befindet sich ein aus Trachyt angelegter Brunnen aus dem 18. Jahrhundert.

 

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 Die Belvedere-Loggia

Von der ostseite des Dachkreuzgangs aus kommt man in die Belvedere-Loggia (XVII. Jahrhundert), die "Loggia del Fogazzaro" gennant wird. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die liebliche Landschaft der Euganischen Hügel und auf das um das Kloster liegende Land mit Weinstöcken, einem Gemüsegarten, einem Obstgarten, dem Bienenhaus und den Klostergarten.



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